Herausforderungen und Chancen: Wie Patchwork-Familien gemeinsam wachsen können

Was früher vielleicht noch eine Seltenheit darstellte, ist heute die Realität in einem Großteil der Familien. Viele Kinder wachsen nicht bei ihren leiblichen Eltern auf, sondern in Patchwork- oder Stieffamilien. Während Beziehungen – ob glücklich oder nicht – früher häufig noch ein Leben lang hielten, nicht zuletzt auch aufgrund der ökonomischen Abhängigkeit der Frau, so fassen Paare heute viel eher den Entschluss, getrennte Wege zu gehen. Zurück bleiben dann häufig die Kinder, die unter dieser Situation unter Umständen besonders stark leiden. Mit der Trennung der Eltern bricht für sie eine wichtige Stütze und ein wichtiger Halt weg. Diese Situation kann zu massiven Verunsicherungen und Ängsten führen. Wenn sie nicht behutsam aufgefangen und begleitet wird, birgt es die Gefahr für späteres Leid der Kinder und Jugendlichen.
In solchen schwierigen Situationen kann professionelle Unterstützung, wie sie durch eine Therapie angeboten wird, helfen, Konflikte zu entschärfen und das Kind zu unterstützen.

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  • Neue Partnerschaften: Risiken und Chancen für Kinder
    Wenn ein Elternteil einen neuen Partner findet, verändert sich das Lebensumfeld des Kindes drastisch. Diese neuen Beziehungen können sowohl Chancen als auch Risiken bergen. Besonders schwierig wird es, wenn das Kind die Trennung seiner leiblichen Eltern noch nicht verarbeitet hat und mit Ablehnung auf den neuen Partner reagiert. Der Übergang in eine Patchwork-Familie sollte mit großer Sensibilität erfolgen, um Überforderung zu vermeiden. Verständnis ist hier auf allen Seiten gefragt, denn sowohl die Kinder als auch die Erwachsenen müssen sich an neue Abläufe und Gewohnheiten gewöhnen.

  • Konflikte in Patchwork-Familien
    Gerade zu Beginn einer neuen Partnerschaft werden oft neue Regeln und Grenzen definiert, was nicht immer konfliktfrei abläuft. Kinder, die Konflikte mit dem neuen Partner erleben, entwickeln oft Verlustängste. Sie fürchten, dass auch diese neue Beziehung zerbrechen könnte, und trauen sich daher oft nicht, sich emotional auf die neue Person einzulassen. Das kann den Beziehungsaufbau auf beiden Seiten erschweren und zu Spannungen führen.

  • Die Rolle des neuen Partners: Klare Absprachen treffen
    Wenn eine neue Partnerschaft entsteht, müssen sich die Partner darüber im Klaren sein, welche Rolle der neue Partner im Leben des Kindes einnehmen soll. Dies ist ein häufiger Streitpunkt, da die Vorstellungen oft auseinandergehen. Für das Kind ist es entscheidend, dass klare Regeln gelten, die von beiden Partnern durchgesetzt werden. Unterschiedliche Erziehungsstile sollten nicht vor dem Kind ausgetragen werden, um Verunsicherung zu vermeiden.

  • Der Umgang mit Ablehnung durch das Kind
    Kinder äußern ihren Unmut über die neue Situation oft durch Aussagen wie „du bist nicht mein richtiger Vater/meine richtige Mutter“. Diese Sätze können das neue Familienmitglied tief verletzen. Doch es ist wichtig, diese Worte aus der Perspektive des Kindes zu sehen, das sich in einer schwierigen emotionalen Lage befindet. Statt die Elternrolle sofort einzunehmen, sollte der neue Partner zunächst als Freund agieren, und die neue Beziehung sollte sich langsam entwickeln.

  • Herausforderungen in der Erziehung
    Wenn sich eine Patchwork-Familie gefunden hat, treten oft Erziehungsfragen in den Vordergrund. Häufig haben die neuen Partner unterschiedliche Ansichten darüber, wie die Kinder erzogen werden sollten. Für das Kind ist es jedoch wichtig, dass beide Partner in ihrer Haltung klar sind und nicht widersprüchlich agieren. Uneinigkeiten über die Erziehung sollten nicht vor dem Kind diskutiert werden. Es ist auch ratsam, dass der neue Partner nicht sofort versucht, die Rolle des „neuen Vaters“ oder der „neuen Mutter“ zu übernehmen, um ablehnende Reaktionen zu vermeiden.

  • Gemeinsame Regeln und Konflikte
    Leben alle Mitglieder in einer neuen Gemeinschaft zusammen, ist es unvermeidlich, dass gemeinsame Regeln aufgestellt werden. Diese sollten von beiden Elternteilen konsequent durchgesetzt werden. In schwierigen Momenten hören Stiefeltern oft Sätze wie „aber du bist nicht mein richtiger Vater/meine richtige Mutter“. Dieser Satz kann schmerzhaft sein, doch es ist wichtig, ihn im Kontext der kindlichen Verletzung zu verstehen. Es geht darum, das Bedürfnis des Kindes nach Stabilität zu erkennen und darauf sensibel zu reagieren.

  • Umgang mit Überforderung und Auswirkungen auf die Partnerschaft
    Wenn Eltern sich überfordert fühlen, wirkt sich das schnell auf die Paarbeziehung aus. Oft kommen verletzende Aussagen wie „es ist ja nicht dein Kind“ ins Spiel, die das Verhältnis zusätzlich belasten. In solchen Momenten kommen oft auch Zweifel auf, ob das Zusammenleben die richtige Entscheidung war. Die Angst vor einem erneuten Scheitern kann auf beiden Seiten präsent sein und zusätzliche Spannungen erzeugen.

  • Gemeinsam durch Herausforderungen wachsen
    Patchwork-Familien stellen besondere Herausforderungen dar, bieten aber auch Chancen, gemeinsam zu wachsen. Durch klare Kommunikation, gegenseitiges Verständnis und eine achtsame Gestaltung der neuen Familienstruktur können Konflikte gelöst und eine stabile, glückliche Zukunft geschaffen werden.

Nutzen Sie den geschützten Raum einer

Familientherapie

Ob es um Krisenbewältigung, die Klärung von Erziehungsfragen oder die Förderung familiärer Bindungen geht – wir begleiten Familien dabei, Herausforderungen zu meistern und gemeinsam eine glückliche und erfüllte Zukunft zu gestalten. Ob Sie Unterstützung bei der Kommunikation, dem Umgang mit Konflikten oder der Stärkung Ihrer familiären Bindungen suchen – wir sind hier, um Familie auf dem Weg zu einem harmonischen und liebevollen Miteinander zu unterstützen. Vereinbaren Sie jetzt ein unverbindliches Erstgespräch.

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